Forum für Friedenserziehung
deutschschweizer Zeig des internationale Versöhnungsbundes (IFOR)

 
 
Kampagnen

Aktive Gewaltfreiheit im Sinne Gandhis und Martin Luther Kings umfasst sowohl die persönliche als auch die gesellschaftliche Veränderung. Im Moment konzentriert sich das Forum für Friedenserziehung im Bereich Kampagnen auf folgende Schwerpunkte:


 Friedenskirchen -
Dekade zur Überwindung von Gewalt 2001 - 2010

Die zehnjährige ,Dekade zur Überwindung von Gewalt 2001-2010 des Weltkirchenrats hat zum Ziel, die aktive Gewaltfreiheit als zentrale Botschaft des Evangeliums herauszuheben und die Rolle der Kirchen als Friedenskirchen, die sich für eine Kultur der Gewaltfreiheit einsetzen zu stärken
(siehe Dekade)


 Friedensförderung - Somali - Projekt
Wie kann in bewaffneten Konfliktgebieten Gewalt überwunden und Frieden aufgebaut werden? Und was können Flüchtlinge und ImmigrantInnen in der Schweiz zu einem Friedensprozess in ihrem Herkunftsland beitragen? Als Modellprojekt begleitet und unterstützt das Forum für Friedenserziehung seit 1999 Somalis in der Schweiz bei ihren Bemühungen, ihre Kräfte zu mobilisieren, eine somalische Vereinigung Rajo (=Hoffnung) aufzubauen und sowohl Integrationsprobleme in der Schweiz anzugehen, als auch lokale Friedensinitiativen in Somalia zu fördern.
(siehe: Somalis)


Gewaltfreie Aktionen:
Akute soziale Probleme und Missstände bedingen gesellschaftliche Auseinandersetzung und Veränderung. Das Forum für Friedenserziehung versucht, gleichsam als Sauerteig in aktuellen sozialen Konflikten in Zusammenarbeit mit Aktionsgruppen und Bürger-Initiativen Erfahrungen mit gewaltfreier Aktion einzubringen und mit Aktionstrainings Wege gewaltfreier Veränderung in der Öffentlichkeit zu erschliessen.

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OeRK-Dekade zur Ueberwindung der Gewalt
(2001 – 2010)

 

Vision Friedenskirche - für eine Kultur der Gewaltfreiheit

 

Wie können wir als Kirchen und einzelne Christinnen und Christen den Weg der Gewaltfreiheit, den uns Jesus vorgelebt hat, angesichts von Konflikten, Gewalt und Krieg klarer bezeugen und konkret in die Tat umsetzen? Wo sind wir besonders gefordert, wenn wir uns für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit einsetzen wollen? Wie könnte eine aktive Friedensrolle der Kirchen aussehen? Und wie können wir den Rest der Dekade dazu nutzen, um das Anliegen der aktiven Gewaltfreiheit konkret in den Kirchen noch besser zu verankern?

Die OeRK-Dekade fordert die Kirchen dazu auf, ihren Einsatz für den Frieden als zentrale Aufgabe wahrzunehmen, und ihm genügend Raum und Gewicht zu geben. Das Einstehen für aktive Gewaltfreiheit in schwierigen Situationen kann geradezu zum Prüfstein ihres Glaubens werden, und ihrer Botschaft Glaubwürdigkeit verleihen.

 

1. Warum ist ein aktives Friedensengagement der Kirchen wichtig?

Jesus lebte seine Botschaft der Liebe dort, wo es schwierig wird -  in Konflikten, Hass und Gewalt. An der Liebe festzuhalten heisst:  Im Sinn einer intelligenten Feindesliebe aktive Wege des gewaltfreien Widerstands und der Konfliktlösung erschliessen, und notfalls eher selber Gewalt auf sich nehmen als Gewalt zufügen. Gerade darin erweist sich die dynamische Kraft der Liebe - die eine gewaltträchtige Welt verändern kann. Als ChristInnen sind wir deshalb zu einem aktiven Friedenszeugnis berufen. Die verändernde und heilende Kraft der Gewaltfreiheit könnte das Geschenk und Zeugnis der Kirchen an die Welt sein.

 

2. Friedensarbeit der Kirchen sollte spezifisch bei der Konfliktbearbeitung ansetzen

Unter Friedensförderung  wird oft auch alle Entwicklungs- und Menschenrechtsarbeit subsummiert.  Aber es hilft zur Klärung, von diesem weiten Begriff von Friedensförderung einen engeren, spezifischen zu unterscheiden: Friedensförderung im engeren Sinn beinhaltet direkte Konfliktaustragung und gewaltfreien Widerstand gegen Gewalt: Im Sinn der Bearbeitung, Entschärfung oder sogar Prävention von Konflikten durch Ausbildung zu gewaltfreier Kommunikation und Konfliktverhalten, durch Dialog und Vermittlung in Konflikten, durch gewaltfreie Strategien zur Bearbeitung sozialer Konflikte und Überwindung von Unrechtsstrukturen.

 

3. Konkrete Ansätze

Für ein Friedensengagement der Kirchen könnten wir uns vier Stossrichtungen vorstellen:

 

1. Frieden auf internationaler Ebene: Kirchen schicken FriedensstifterInnen aus

Teams  erfahrener FriedensstifterInnen könnten in vielen Krisen- und Kriegsgebieten der Welt lokale Friedensgruppen unterstützen, ihnen als BeobachterInnen Schutz gewähren, als unabhängige VermittlerInnen Dialoge in Gang bringen, gewaltfreie Trainings durchführen, durch Begegnungen auf Versöhnung hinarbeiten, und so einen aktiven und sichtbaren Friedensbeitrag leisten, vgl EAPPI – Peace Watch Switzerland, v.a. aber auch Friends Peace Committees der Quäker, Mennoniten usw.

 

  1. Friedensarbeit im Inland:Friedensprojekt in sozialen Konflikten    

In der Schweiz sind wir immer wieder mit kommunalen Konflikten konfrontiert: Minarettstreit, antisemitische oder ausländerfeindliche Vorfälle, Gewalt unter Jugendlichen usw. Kirchen könnten Friedensprojekte ermöglichen, die solche sozialen Konflikte auf lokaler Ebene aktiv angehen: zB mit einem regionalen Listening-Projekt Betroffene anhören und herausfinden, wo sie der Schuh drückt. Oder eine Task Force, die mit Jugendbanden Kontakt aufnimmt. Oder eine Peacekeeping-Einheit, die bei grösseren Anlässen Gewaltausbrüchen entgegenwirkt etc: Konkrete öffentliche Friedensprojekte, mit denen sich die Kirchen profilieren könnten.

 

  1. Theologische Aufarbeitung: Friedenstheologie als Option für aktive Gewaltfreiheit

Religiöse Gewalt und erst recht die zukunftsweisende Perspektive aktiver Gewaltfreiheit ist

 

Walk4Peace

Walk4Peace -- Friedensmarsch von 800 KonfirmandInnen in Zürich|| Unter dem Motto ' Frieden zünden' und 'Stark ohne Gewalt' setzten 700 KonfirmandInnen aus dem ganzen Kanton Zürich am 8. November 2008 ein Friedenszeichen. Mit ihrem Friedensmarsch eröffneten sie die diesjährige zehntägige Friedenszeit zur /Dekade zur Überwindung von Gewalt /des Weltkirchenrats. Das Forum für Friedenserziehung war massgeblich bei der Vorbereitung des Konf-Events beteiligt.

 

siehe auch einen Bericht vom Walk4Peace:

 

 

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Living Letters

Im Rahmen der Dekade zur Überwindung von Gewalt 2001-2010 hat der Ökumenische Rat der Kirchen ein interessantes Programm entwickelt: Er entsendet internationale Living Letter Teams (Lebendige Briefe) zu Mitgliedskirchen in Konfliktgebieten. Die Besuche sollen den Christinnen und Christen in den Schwesterkirchen die weltweite Anteilnahme zeigen, ihre Situation kennenlernen, aber ihnen auch den Rücken stärken und Hoffnung geben. In letzter Zeit haben Living Letter Teams u.a. Kenia, Sudan, Deutschland, Indonesien, Uganda, Liberia und Sierra Leone und Südafrika besucht, weitere Teams nach Pakistan und Haiti sind geplant. mehr:.... 

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Friedensmonitoring in Israel/Palästina/EAPPI
Ein wichtiges Dekade-Projekt ist die internationale Präsenz und Begleitung der betroffenen Bevölkerung im Nahostkonflikt durch BeobachterInnenteams. In der Schweiz werden die Freiwilligen organisiert durch Peace Watch Switzerland PWS, www.peacewatch.ch

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Schweiz
In den Schweizer Kirchen laufen verschiedene Dekade-Projekte und –Gruppen an, u.a. in Bern-Jura, Zürich, Schaffhausen, Glarus usw., koordiniert vom SEK. Sie bestehen als Grundangebote von Workshops zur Friedenserziehung (Gewaltprävention) im Alltag, die vor allem eine Einführung in gewaltfreie Konfliktlösung und Zivilcourage beinhalten. Weitere Schwerpunkte sind die zehntägige Friedensdekade im November sowie interkulturelle Begegnungen/ interreligiöser Dialog. (s.u.)

Das Forum für Friedenserziehung hat sowohl von den reformierten Ostschweizer Landeskirchen (SG und AR) wie von der reformierten Zürcher Landeskirche den Auftrag zur Koordination und Impulsgebung der OeRK-Dekade bekommen.

Hinweis: Die NonviolenZ September 05 befasst sich mit dem Thema "Dekade" und kann, solange vorrätig, beim Sekretariat bestellt werden

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Somalis
 

*Programm 2007-2008*
Das Zweijahresprogramm von Rajo, das von DEZA, Caritas und der Stiftung zur Förderung von Randgruppen unterstützt wird, umfasst 5 Arbeitsbereiche:
1. Trainingsausbildung: An zwei Wochenenden soll eine Gruppe somalischer TrainerInnen zu Themen wie gewaltfreie Konfliktlösung, Teamarbeit, Identität und Umgang mit kulturellen Differenzen, Versöhnung, und Friedensförderung in Somalia ausgebildet werden, um die gleichen Inhalte an vier Kurstagen in ihren Regionalgruppen der somalischen Diaspora dezentral durchzuführen. Das FfF ist für die Trainingsausbildung verantwortlich 2. Vernetzung der somalischen Gemeinschaft in der Schweiz: Der Auf- und Ausbau von - bisher 8 - Regionalgruppen in der Schweiz soll die Somalis stärken, ihre Initiative mobilisieren sei es für Integrationsbemühungen, sei es zur Bewahrung ihrer Kultur und zur Unterstützung von Friedensprojekten 3. Internationale Vernetzung der somalischen Diaspora: Jährlich kommen Vertreter der Somalis verschiedener europäischer Ländern zu Treffen, um ihre Friedensbemühungen zu koordinieren 4. Kontakt und Unterstützung von lokalen Friedensinitiativen in Somalia
5 Fundraising für die Aktivitäten von Rajo und der somalischen Gemeinschaft in der Schweiz.
Ein wichtiger, aber zT noch zu schwacher Punkt ist der gleichwertige Einbezug somalischer Frauen und Jugendlichen in diese Aktivitäten
Lage in Somalia:
Nach einer Zeit relativer Ruhe im letzten Jahr sind dieses Jahr die bewaffneten Kämpfe im Süden, vorab in Mogadiscio, wieder aufgeflammt.
Die von der provisorischen Regierung gerufnen äthiopischen Truppen konnten zwar die Islamischen Gerichte von der Macht verdrängen, dafür haben die Scharmützel zwischen verschiedenen Milizen und Warlords wieder eingesetzt.

Rolle des FfF
Das FfF berät und begleitet das Rajo-Programm 07/08. Insbesondere ist es verantwortlich für das Trainingsprogramm. Aber auch die Treffen der Verantwortlichen in der Regionalgruppen an den antionalen Round Tables werden vom FfF mitbegleitet. Ausserdem bemüht sich das FfF um das Fundraising für die Rajo-Programme, und stellt seine Buchhaltung zur Verfügung.
Ein jüngster Auftrag vom Sozialdepartement der Stadt Zürich beinhaltet eine verstärkte Zusammenarbeit der zersplitterten somalischen Gruppen im Raum Zürich.

Seit 1999 unterstützt das FfF Somalis in der Schweizer Diaspora, sich zu vernetzen und ihre Eigeninitiative zu fördern. In den ersten drei Jahren entwickelte sich vor allem einige Selbsthilfegruppen im Raum Zürich, u.a.
eine Frauengruppe und Spielnachmittage für Kinder.
1993 entstand daraus eine gesamtschweizerische Vereinigung ,Rajo-IPDS' (Rajo = (somal.) Hoffnung - Integration, Frieden und Entwicklung für Somalia). 2003 gelang es ein ersten Training mit etwa 20 Aeltesten in Bern durchzuführen,das an 6 Wochenenden Konzepte für Friedensprojekte von unten in Somalia entwickelte. Inzwischen konnte das Rajo-Programm 2004/2005 mit fünf Programmpunkten erfolgreich abgeschlossen werden – nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung von DEZA, Caritas-Schweiz, Schweiz. Rotes Kreuz und Migros:
1: Der Präsident von Rajo, Abdulkadir, reiste im September 2005 nach Nairobi, um Kontakte zu knüpfen und Abklärungen zu treffen zur Unterstützung lokaler Friedensinitiativen in Somalia.
2: In der Schweiz bestehen inzwischen Regionalgruppen von Somalis in Bern, Neuchatel, Genf, Aarau und Olten; weitere sind im Entstehen begriffen. Sie fördern die Vernetzung, setzen sich mit Integrationsproblemen auseinander, und wollen auch einen Beitrag zum Frieden in Somalia leisten. Ihre VertreterInnen treffen sich von Zeit zu Zeit an einem Round Table-Meeting. Daneben fand in Caux/Montreux ein erstes Europäisches Treffen von Somalis in der Diaspora statt
3: Vom Mai – Okt 2004 führte Rajo ein grosses Trainingsprogramm für somalische Frauen und Jugendliche zum Umgang mit Konflikten und Friedensförderung durch, u.a. eine Blockwoche in Grindelwald mit 72 Teilnehmenden, an dem u.a. Hanna Mäder, Petra Meyer und Ueli Wildberger von der Animationsgruppe des FfF mitwirkten.
4. Ende Jan. 2006 referierte ein Fachexperte über verschiedene Konzepte des Föderalismus und einer möglichen Umsetzung in Somalia.
5: Am 18. Dez 2005 wurden in einem Schlusspanel die bisherigen Tätigkeiten ausgewertet, und Perspektiven für die künftige Rajo-Arbeit festgelegt.

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GABS

Gewaltfreie Aktionen gegen Bankgeheimnis/Steuerhinterziehung


Gemäss der ‚Wegleitung zur Steuerhinterziehung’ der Erklärung von Bern/ Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke erleiden die Entwicklungsländer jährlich einen Steuerverlust von 6,3 Milliarden SFr durch Privatvermögen, die auf Schweizer Banken angelegt werden – 5 mal mehr als die gesamte Schweizer Entwicklungshilfe! Für jede Schweizerin oder Schweizer gehen so 1000.- Fr pro Kopf jedes Jahr den ärmsten Ländern an Steuern verloren – wohl der weitaus schlimmste Beitrag der Schweiz zur weltweiten Not und Unrecht. Deshalb fordert die ‚Gewaltfreie Aktion gegen Bankgeheimnis/ Steuerhinterziehung’ Rechts- und Amtshilfe bei Steuerhinterziehung gegenüber allen Staaten! Die GABS ist eine unabhängige Aktionsgruppe meist junger Menschen, die mit Strassenaktionen über diesen Misstand in der Öffentlichkeit Bewusstsein schaffen wollen.

 

Wie weiter?
Unser Wunsch wäre es, weitere Leute und Aktionsgruppen zu gewinnen, sodass längerfristig in regelmässigen Abständen an verschiedenen Orten Strassenaktionen durchgeführt werden können, ev sogar gemeinsame Aktionstage.
InteressentInnen meldet Euch bei Ueli Wildberger, Tel 01 242 20 59, ueliw@dataway.ch

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Ueli Wildberger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur ÖRK-Dekadenseite

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

workshop-Text

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hinweis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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